Ein Mensch, zwei Tage, 200 Dollar — und ein fertiges Online-Spiel
Mir ist diese Woche eine Geschichte begegnet, bei der ich zweimal hinschauen musste: Ein Einzelner hat mit künstlicher Intelligenz ein komplettes Online-Rollenspiel gebaut. In zwei Tagen. Für rund 200 US-Dollar. Ich fand das so bemerkenswert, dass wir bei Media Nord das kurz einordnen wollen — nicht wegen des Spiels, sondern wegen dem, was dahintersteckt.
Was ist da passiert?
Als Vorbild diente „World of Warcraft“, eines der größten Online-Spiele der Welt, an dem sonst große Firmen mit ganzen Teams jahrelang arbeiten. Ein sogenannter Vibe-Coder hat daraus eine eigene Version gebaut: „World of Claudecraft“. Der Name verrät schon, wer die Arbeit gemacht hat — das KI-Modell Claude von Anthropic.
Was ist ein „Vibe-Coder“?
Kurz erklärt: Ein Vibe-Coder programmiert nicht mehr Zeile für Zeile selbst, sondern beschreibt der KI in normaler Sprache, was er haben will — und die KI schreibt den Code. Man gibt also die Richtung vor und lässt die Maschine die Feinarbeit machen. In diesem Fall ging die KI sogar so weit, sich selbstständig kostenlose Grafiken aus dem Internet zu suchen und eine 90-teilige Geschichte zu schreiben.
Ist das Ergebnis gut?
Jein — und genau das ist der ehrliche Teil. Das Spiel läuft, hat mehrere Charakterklassen und kleine Gruppenkämpfe. Aber es sieht deutlich einfacher aus als das Original, ruckelt öfter, und Fachleute nennen den zugrunde liegenden Code chaotisch. Es ist also kein Meisterwerk. Es ist ein funktionierender Prototyp.
Was wir davon halten
Ehrlich gesagt liegt genau darin die eigentliche Nachricht. Wir bei Media Nord sagen unseren Kunden oft: Der Wert von KI liegt selten in Perfektion, sondern im Tempo. Etwas, das früher ein Team, viel Geld und Monate gebraucht hätte, entsteht heute in Tagen — gut genug, um eine Idee zu testen. Für ein verkaufsfertiges Produkt braucht es danach immer noch Handwerk. Aber der erste Wurf kostet fast nichts mehr.
Was heißt das für dein Unternehmen?
- Ideen schneller testen: Eine Produktidee, ein Ablauf, eine kleine Anwendung — vieles lässt sich mit KI grob und günstig ausprobieren, bevor man richtig investiert.
- Erwartungen richtig setzen: Ein KI-Schnellschuss ist ein Prototyp, kein Endprodukt. Für den echten Einsatz gehört Nacharbeit dazu.
- Mut zum Ausprobieren: Bei so niedrigen Kosten lohnt es sich, einfach mal etwas zu wagen.
Häufige Fragen
Kann ich als Nicht-Programmierer so etwas auch? In kleinem Rahmen ja — für einfache Tools und Prototypen. Je anspruchsvoller und je näher am Kunden, desto eher lohnt sich fachliche Begleitung.
Ist so ein KI-Schnellprojekt sicher einsetzbar? Unser Tipp aus der Praxis: für interne Experimente super, für alles mit Kundendaten oder Verkauf erst prüfen lassen. Schnell heißt nicht automatisch stabil.
Wir behalten die Vibe-Coding-Welle für euch im Blick und zeigen, wo sie im Geschäftsalltag wirklich hilft.
Quellen
Hinweis zur Transparenz: Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Inhalte können Fehler enthalten — für wichtige Entscheidungen bitte die verlinkten Originalquellen heranziehen.


