Eine Schlagzeile hat diese Woche für Aufsehen gesorgt: OpenAI, die Firma hinter ChatGPT, hat ihre Video-App Sora eingestellt. Sofort machte die Frage die Runde: Sind KI-Videos jetzt am Ende? Und was heißt das für Unternehmen, die überlegen, KI-Video fürs Marketing zu nutzen? Ehrlich gesagt lohnt sich hier ein genauer Blick, denn die Schlagzeile ist verkürzt.
Was war Sora überhaupt?
Kurz zur Einordnung: Eine Video-KI ist ein Programm, das aus einem geschriebenen Satz ein kurzes Video erzeugt. Man tippt zum Beispiel „ein Hund surft auf einer Welle“ – und die KI baut daraus einen kleinen Clip. Sora war OpenAIs Version davon, verpackt als eigene App. Diese App funktionierte im Grunde wie ein KI-TikTok: ein Feed voller KI-generierter Kurzvideos, die man ansehen, teilen und selbst erstellen konnte.
Was ist wirklich passiert?
Und hier wird es wichtig, weil viele Meldungen es verkürzen. Abgeschaltet wurde die Social-App, nicht die Technologie dahinter. OpenAI hat die Sora-App am 26. April 2026 dichtgemacht, die zugehörige Programmierschnittstelle (das ist die Anbindung für andere Programme) folgt im September. Das Sora-2-Modell selbst – also die eigentliche Video-Technik – bleibt aber bestehen und ist weiter über ChatGPT nutzbar. Es stirbt also die App, nicht die Fähigkeit, Videos zu erzeugen.
Warum wurde die App eingestellt?
Der Grund ist erstaunlich handfest: Die App hat schlicht kein Geld verdient. Laut Berichten kostete der Betrieb rund eine Million US-Dollar – pro Tag. Eingenommen wurden über die gesamte Laufzeit dagegen nur etwa 2,1 Millionen US-Dollar. Die Downloads fielen von rund 3,3 Millionen im November 2025 auf 1,1 Millionen im Februar 2026. Ein KI-TikTok, das kaum jemand dauerhaft nutzen wollte und das ein Vermögen verschlang – da zieht selbst OpenAI irgendwann den Stecker.
Bedeutet das das Ende aller Video-KIs?
Nein. Andere Anbieter machen munter weiter, allen voran aus China: ByteDance (die Firma hinter dem echten TikTok) mit ihrer Video-KI Seedance und Kuaishou mit Kling. Der wunde Punkt der ganzen Branche ist allerdings ehrlich: Profitabel ist bislang noch keine dieser Video-KIs. Die Technik ist beeindruckend, das Geschäftsmodell dahinter aber noch nicht gefunden. Das ist der eigentliche Grund, warum wir bei Media Nord hier zu Gelassenheit raten.
Was heißt das für Ihr Unternehmen?
Wenn Sie überlegen, KI-Video für Ihr Marketing einzusetzen – etwa für kurze Werbeclips oder Social-Media-Posts – dann ist das nach wie vor eine spannende Möglichkeit. Unser Tipp aus der Praxis lautet aber:
- Nicht von einer einzelnen App abhängig machen: Genau das zeigt der Sora-Fall. Eine App, die heute alle nutzen, kann in einem halben Jahr weg sein.
- Auf die Technik schauen, nicht auf die Marke: Die Fähigkeit, Videos per KI zu erzeugen, bleibt und wandert in Werkzeuge, die Sie ohnehin nutzen. Der konkrete Produktname ist zweitrangig.
- Klein anfangen: Testen Sie KI-Video in einem überschaubaren Projekt, bevor Sie ganze Kampagnen darauf aufbauen.
Kurz gesagt: Das Aus der Sora-App ist kein Grund, KI-Video abzuschreiben – aber ein guter Grund, es mit Augenmaß einzusetzen. Wir beobachten die Entwicklung für Sie weiter und sagen Bescheid, wenn sich etwas Wichtiges tut.
Quellen
- https://t3n.de/news/nach-sora-ende-haben-video-kis-eine-zukunft-1753038/
- https://help.openai.com/en/articles/20001152-what-to-know-about-the-sora-discontinuation
- https://techcrunch.com/2026/03/24/openais-sora-was-the-creepiest-app-on-your-phone-now-its-shutting-down/
- https://en.wikipedia.org/wiki/Sora_(text-to-video_model)
Hinweis zur Transparenz: Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Inhalte können Fehler enthalten — für wichtige Entscheidungen bitte die verlinkten Originalquellen heranziehen.


