Wir bei Media Nord erstellen selbst regelmäßig Bilder mit KI – für Blogartikel, Social Media, Kundenprojekte. Deshalb hat uns diese Meldung diese Woche besonders interessiert: Ein großer Rechtsstreit rund um KI-Bilder geht in eine spannende Runde. Und die Frage dahinter betrifft jeden, der KI fürs Marketing nutzt: Wem gehört eigentlich, was die KI da malt?

Worum geht es?

Midjourney ist einer der bekanntesten KI-Bildgeneratoren – man tippt eine Beschreibung ein und bekommt ein fertiges Bild. Das Problem: Damit ließen sich auch geschützte Figuren erzeugen, etwa die Minions von Universal, Figuren aus „Der König der Löwen“ von Disney oder Superman von Warner Bros. Genau deshalb haben die drei Studios Midjourney im vergangenen Jahr verklagt. Der Vorwurf: massenhafte Urheberrechtsverletzung.

Der überraschende Gegenzug

Jetzt dreht Midjourney den Spieß um. Das Unternehmen fordert vor Gericht, dass die Studios offenlegen, wie sie selbst KI einsetzen – von Trainingsdaten bis zu internen Präsentationen. Die Argumentation, verkürzt: „Das machen doch alle“. Wenn sogar Hollywood hinter den Kulissen mit KI arbeitet, sei der eigene Einsatz kein Sonderfall. Juristisch nennt sich diese Verteidigung fair use und unclean hands – also grob: Wer selbst mit im Teich fischt, sollte andere nicht dafür verklagen.

Ein Richter hatte die Einsicht in die Studio-Unterlagen zunächst stark begrenzt. Midjourney will diese Grenze nun kippen. Die Studios wiederum sprechen von einem Ablenkungsmanöver.

Was heißt das für kleine und mittlere Unternehmen?

Ehrlich gesagt: Das Urteil kann richtungsweisend werden – und bis dahin gilt Vorsicht. Denn die Kernfrage betrifft nicht nur Konzerne, sondern jeden, der für Flyer, Website oder Instagram schnell ein KI-Bild erzeugt. Unser klarer Rat aus der Praxis:

  • Finger weg von geschützten Figuren und Marken. Ein KI-Bild „im Stil von Micky Maus“ oder mit einem fremden Logo kann teuer werden – auch für einen kleinen Betrieb, der es nur „mal eben“ genutzt hat.
  • Neutrale, eigene Motive sind unproblematisch. Ein stimmungsvolles Büro, eine abstrakte Grafik, ein Produktumfeld – solche Bilder sind der Normalfall und rechtlich unbedenklich.
  • Prompts bewusst formulieren. Verzichten Sie in der Bildbeschreibung auf Namen von Promis, Marken oder bekannten Charakteren. So entsteht gar nicht erst etwas Geschütztes.

Unsere Einschätzung

Wir halten KI-Bilder für ein starkes, günstiges Werkzeug – gerade für kleine Marketingbudgets. Aber wie bei jedem Werkzeug kommt es darauf an, wofür man es benutzt. Solange Sie eigene, neutrale Motive erstellen, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Kritisch wird es erst, wenn fremdes geistiges Eigentum nachgebaut wird. Der Fall Midjourney zeigt: Dieses Feld wird gerade erst rechtlich sortiert.

Unser Tipp: Legen Sie im Betrieb eine einfache Faustregel fest – „Keine echten Marken, keine bekannten Figuren in KI-Bildern“. Damit sind Sie auf der sicheren Seite, egal wie das Gericht am Ende entscheidet. Wir beobachten den Ausgang für Sie.

Quellen


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Media-Nord.com UG Geschäftsführung
Seit 2021 bin ich mit Media-Nord in der digitalen Welt zu Hause – als Agentur für WordPress, SEO und Online-Marketing habe ich für Kundinnen und Kunden aus dem Mittelstand Websites gebaut, Sichtbarkeit geschaffen und Inhalte produziert, die wirklich gefunden werden. Was als klassisches Agenturhandwerk begann, hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert: Künstliche Intelligenz ist heute der Hebel, mit dem kleine und mittlere Unternehmen Arbeit einsparen, schneller publizieren und Prozesse automatisieren, für die früher ein ganzes Team nötig war. Diesen Wandel begleite ich nicht nur theoretisch – ich baue ihn selbst. In meiner eigenen Agentur laufen heute KI-gestützte Automationen im Tagesgeschäft: von der automatisierten Content- und Social-Media-Produktion über Recherche- und Reporting-Workflows bis zu Systemen, die wiederkehrende Aufgaben eigenständig erledigen. Genau dieses Praxiswissen gebe ich weiter. Was ich mitbringe: - KI-Strategie & -Beratung – geprüfter KI-Manager und KI-Consultant: Wo lohnt sich KI in Ihrem Unternehmen wirklich – und wo nicht? - KI-Schulung & -Coaching – zertifizierter KI-Trainer: Ich mache Teams sicher im Umgang mit ChatGPT, Claude & Co. – verständlich, praxisnah, ohne Fachchinesisch. - KI-Recht & Compliance – AI-Officer, KI-Beauftragter und externer Datenschutzbeauftragter (DSGVO): Ich sorge dafür, dass Ihr KI-Einsatz dem EU AI Act und dem Datenschutz standhält. - Automatisierung & Umsetzung – mit Make, n8n und modernen KI-- Agenten (Claude Code, MCP) baue ich Workflows, die Ihnen echte Zeit zurückgeben. Agentur-DNA – über zehn Jahre WordPress & SEO als Fundament: Ich denke KI nicht abstrakt, sondern vom konkreten Geschäftsergebnis her. Mein Anspruch: KI bodenständig und ehrlich in den Mittelstand bringen. Keine Buzzwords, keine Angst – sondern Werkzeuge, die im Alltag funktionieren. Ansässig in Stuhr bei Bremen– tätig vor Ort und remote.