Diese Woche ist uns eine Geschichte aufgefallen, die auf den ersten Blick nach Popkultur aussieht und auf den zweiten nach einem Lehrstück für jeden Betrieb, der KI-Bilder einsetzt. Marvel verkauft ein offizielles Artbook zum neuen Spider-Man-Film für knapp 50 US-Dollar — und in diesem Buch stecken mit hoher Wahrscheinlichkeit KI-generierte Bilder.

Worum geht es genau?

Ein Artbook ist der Bildband, in dem ein Filmstudio die Entwürfe hinter einem Film zeigt: Skizzen, Konzeptzeichnungen, Stimmungsbilder. Der Verkaufsgrund ist genau das Handgemachte — Fans zahlen dafür, den Menschen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.

In der Ausgabe zu „Spider-Man: Brand New Day“ fiel Lesern eine Abbildung auf, die genau davon abweicht. Auf der betreffenden Seite verschmelzen Taxis mit Hauswänden, ein Fahrzeug geht in eine Fassade über, Feuerleitern enden im Nichts, Fenster sitzen in unterschiedlichen Rastern übereinander. Das sind keine künstlerischen Freiheiten. Das sind die typischen Artefakte von Bildgeneratoren — und bei genauerem Hinsehen ist es offenbar nicht die einzige betroffene Abbildung.

Warum das besonders unangenehm ist

Marvel hatte wenige Monate zuvor Stellen im Bereich Visual Development gestrichen, also genau dort, wo Konzeptkünstler und Illustratoren arbeiten. Ein Buch, das die Handarbeit dieser Abteilung feiern soll, enthält nun mutmaßlich Bilder, die ohne sie entstanden sind. Es ist nicht das erste Mal: Schon 2023 gab es Ärger um ein teilweise KI-generiertes Serien-Intro.

Was uns daran wirklich stört

Ehrlich gesagt: nicht die KI. Wir setzen selbst generative Werkzeuge ein und halten die Empörung über ihren bloßen Einsatz für wenig hilfreich. Was uns stört, ist etwas anderes — und es ist der Punkt, der für jeden Betrieb übertragbar ist.

Diese Fehler sind mit bloßem Auge erkennbar. Man muss kein Grafiker sein, um zu sehen, dass ein Auto in einer Wand steckt. Ein Milliardenkonzern hat es trotzdem geschafft, das Bild durch die gesamte Kette bis in den Druck und in den Verkauf für 50 Dollar zu bringen, ohne dass jemand es angehalten hat. Das ist kein KI-Problem. Das ist ein Prozessproblem.

Was heißt das für kleine und mittlere Betriebe?

Genau dasselbe, nur mit weniger Puffer. Ein Weltkonzern übersteht so einen Vorfall. Ein Handwerksbetrieb mit fünfzehn Leuten, dessen Prospekt ein KI-Bild mit sechs Fingern oder einem unmöglichen Dachstuhl enthält, hat ein handfestes Problem — weil Kunden genau daraus schließen, wie sorgfältig gearbeitet wird.

Unser Tipp aus der Praxis

Wir arbeiten bei KI-Bildern nach einer sehr einfachen Regel: Jedes Bild, das nach außen geht, sieht sich noch einmal ein Mensch in voller Größe an — nicht als Vorschaubild auf dem Handy. Die meisten Artefakte fallen in der kleinen Ansicht schlicht nicht auf. Und wir prüfen gezielt die Stellen, an denen Generatoren erfahrungsgemäß versagen: Hände, Schrift, Fahrzeuge, sich wiederholende Muster wie Fenster oder Zäune, sowie Übergänge zwischen Objekten.

Der zweite Punkt betrifft die Ehrlichkeit. Wir bei Media Nord halten es für richtig, KI-Bilder als solche zu kennzeichnen, wo es um Inhalte geht, die Vertrauen tragen sollen. Kunden verzeihen ein generiertes Stimmungsbild ohne Weiteres. Sie verzeihen es nicht, wenn sie den Eindruck haben, getäuscht worden zu sein — und im Marvel-Fall ist genau das der Kern der Empörung. Nicht dass KI im Spiel war, sondern dass sie in einem Produkt steckt, das ausdrücklich Handarbeit verspricht.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich ein KI-Bild?

Achten Sie auf Hände, Text im Bild, Fahrzeuge, Fenster- und Ziegelraster sowie auf Objekte, die ineinander übergehen. In voller Auflösung fällt das fast immer auf.

Darf ich KI-Bilder überhaupt geschäftlich nutzen?

Grundsätzlich ja, die Bedingungen unterscheiden sich aber je nach Anbieter. Prüfen Sie vor der ersten Kampagne einmal die Nutzungsbedingungen Ihres Werkzeugs — das ist eine halbe Stunde Aufwand und erspart später Ärger.

Sollte ich lieber ganz darauf verzichten?

Nein. Für Stimmungsbilder, Hintergründe und Social-Media-Grafiken sind die Werkzeuge gut genug und sparen echtes Geld. Für alles, was Ihren Betrieb selbst zeigt, empfehlen wir weiterhin echte Fotos.

Sie sind unsicher, wo in Ihrer Außendarstellung KI sinnvoll ist und wo sie schadet? Darüber sprechen wir gern einmal unverbindlich.

Quellen


Hinweis zur Transparenz: Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Inhalte können Fehler enthalten — für wichtige Entscheidungen bitte die verlinkten Originalquellen heranziehen.

author avatar
Media-Nord.com UG Geschäftsführung
Seit 2021 bin ich mit Media-Nord in der digitalen Welt zu Hause – als Agentur für WordPress, SEO und Online-Marketing habe ich für Kundinnen und Kunden aus dem Mittelstand Websites gebaut, Sichtbarkeit geschaffen und Inhalte produziert, die wirklich gefunden werden. Was als klassisches Agenturhandwerk begann, hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert: Künstliche Intelligenz ist heute der Hebel, mit dem kleine und mittlere Unternehmen Arbeit einsparen, schneller publizieren und Prozesse automatisieren, für die früher ein ganzes Team nötig war. Diesen Wandel begleite ich nicht nur theoretisch – ich baue ihn selbst. In meiner eigenen Agentur laufen heute KI-gestützte Automationen im Tagesgeschäft: von der automatisierten Content- und Social-Media-Produktion über Recherche- und Reporting-Workflows bis zu Systemen, die wiederkehrende Aufgaben eigenständig erledigen. Genau dieses Praxiswissen gebe ich weiter. Was ich mitbringe: - KI-Strategie & -Beratung – geprüfter KI-Manager und KI-Consultant: Wo lohnt sich KI in Ihrem Unternehmen wirklich – und wo nicht? - KI-Schulung & -Coaching – zertifizierter KI-Trainer: Ich mache Teams sicher im Umgang mit ChatGPT, Claude & Co. – verständlich, praxisnah, ohne Fachchinesisch. - KI-Recht & Compliance – AI-Officer, KI-Beauftragter und externer Datenschutzbeauftragter (DSGVO): Ich sorge dafür, dass Ihr KI-Einsatz dem EU AI Act und dem Datenschutz standhält. - Automatisierung & Umsetzung – mit Make, n8n und modernen KI-- Agenten (Claude Code, MCP) baue ich Workflows, die Ihnen echte Zeit zurückgeben. Agentur-DNA – über zehn Jahre WordPress & SEO als Fundament: Ich denke KI nicht abstrakt, sondern vom konkreten Geschäftsergebnis her. Mein Anspruch: KI bodenständig und ehrlich in den Mittelstand bringen. Keine Buzzwords, keine Angst – sondern Werkzeuge, die im Alltag funktionieren. Ansässig in Stuhr bei Bremen– tätig vor Ort und remote.