Mir ist diese Woche eine Anthropic-Neuheit aufgefallen, die ich ehrlich gesagt spannender finde als das nächste größere Sprachmodell: Der KI-Assistent Claude Cowork kann jetzt zuschauen, wie man arbeitet – und den Ablauf danach selbst wiederholen. Die Funktion heißt Record a Skill. Ich erkläre kurz, was dahintersteckt und für wen sich das im Mittelstand lohnt.

Wer ist Anthropic – und was ist Claude Cowork?

Anthropic ist die Firma hinter dem KI-Assistenten Claude, einem der großen Konkurrenten von ChatGPT. Claude Cowork ist eine Desktop-Anwendung, in der die KI nicht nur chattet, sondern eigenständig am Rechner Aufgaben erledigt – so eine Art digitaler Kollege, dem man Arbeit übergeben kann.

Was ist „Record a Skill“ – und wie funktioniert das?

Bisher musste man einer KI jeden Handgriff mühsam in Worten erklären. Mit Record a Skill geht es anders: Man nimmt einfach den eigenen Bildschirm auf, während man eine Aufgabe erledigt – etwa eine Rechnung ins Buchhaltungsprogramm tippt – und erklärt dabei per Sprache, was man gerade tut. Die KI erfasst Mausklicks, Tastatureingaben und die Bildschirminhalte, verarbeitet das Video und macht daraus einen wiederverwendbaren „Skill“. Danach kann Claude Cowork die Aufgabe eigenständig ausführen. Kurz gesagt: einmal vormachen statt hundertmal erklären.

Was kostet das und wo gibt es das?

Die Funktion ist bereits im günstigeren Pro-Plan enthalten, der mit rund 15 Euro im Monat zu Buche schlägt. Sie rollt schrittweise in der Desktop-App aus – gestartet wird sie über das Plus-Symbol unten links in der App. Man muss also nicht auf ein teures Enterprise-Paket warten, um das auszuprobieren.

Was bringt das kleinen und mittleren Unternehmen?

Genau hier wird es für uns interessant. In fast jedem Betrieb gibt es diese wiederkehrende Klick-Arbeit, die niemand gern macht: Angebote nach Schema erstellen, Daten von einem System ins andere übertragen, immer gleiche Büro-Routinen abarbeiten. Statt jemanden dafür jedes Mal Zeit investieren zu lassen, zeigt man der KI den Ablauf einmal – und lässt sie ihn danach wiederholen.

  • Angebote & Rechnungen nach festem Muster vorbereiten
  • Datenübertragung zwischen Tools, die keine saubere Schnittstelle haben
  • Routine-Recherche und immer gleiche Zusammenstellungen

Der Charme dabei: Man braucht keinen Programmierer und keine teure Schnittstelle. Wer eine Aufgabe am Bildschirm vorführen kann, kann sie der KI beibringen. Gerade in kleinen Teams, in denen ohnehin jeder mehrere Hüte trägt, kann das spürbar Zeit für die eigentliche Arbeit freischaufeln.

Und wie steht es um den Datenschutz?

Eine berechtigte Frage, die wir oft hören: Was passiert mit dem, was aufgezeichnet wird? Da die KI Bildschirminhalte mitschneidet, landen im Zweifel auch Kundendaten, Preise oder interne Abläufe in der Aufnahme. Deshalb gilt: nur Abläufe aufnehmen, die man auch guten Gewissens teilen würde, und für alles mit personenbezogenen Daten vorab klären, was der Anbieter mit den Inhalten macht (Stichwort DSGVO – die europäische Datenschutz-Grundverordnung, die den Umgang mit personenbezogenen Daten regelt). Lieber einen Schritt langsamer und sauber aufgesetzt.

Was wir davon halten

Ehrlich gesagt halte ich das für einen der praktischeren KI-Schritte der letzten Zeit – gerade weil es kein Programmier-Wissen braucht. Wer eine Aufgabe vormachen kann, kann sie automatisieren. Aber: Unser Tipp aus der Praxis ist, mit einer harmlosen Routine zu starten und die KI nicht ungeprüft an sensible Kundendaten oder Zahlungsvorgänge zu lassen. Eine KI, die den Bildschirm mitschneidet und selbstständig klickt, sollte man erst an unkritischen Abläufen kennenlernen – und die Ergebnisse anfangs immer gegenprüfen. Wir bei Media Nord sehen das so: Das Potenzial ist groß, aber der erste Schritt gehört in einen kontrollierten Rahmen.

Fazit

„Record a Skill“ macht KI-Automatisierung so einfach wie eine Bildschirmaufnahme. Für KMU ist das eine realistische Chance, lästige Fleißarbeit abzugeben – vorausgesetzt, man führt sie mit Augenmaß ein. Wir beobachten das weiter für euch.

Quellen


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Media-Nord.com UG Geschäftsführung
Seit 2021 bin ich mit Media-Nord in der digitalen Welt zu Hause – als Agentur für WordPress, SEO und Online-Marketing habe ich für Kundinnen und Kunden aus dem Mittelstand Websites gebaut, Sichtbarkeit geschaffen und Inhalte produziert, die wirklich gefunden werden. Was als klassisches Agenturhandwerk begann, hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert: Künstliche Intelligenz ist heute der Hebel, mit dem kleine und mittlere Unternehmen Arbeit einsparen, schneller publizieren und Prozesse automatisieren, für die früher ein ganzes Team nötig war. Diesen Wandel begleite ich nicht nur theoretisch – ich baue ihn selbst. In meiner eigenen Agentur laufen heute KI-gestützte Automationen im Tagesgeschäft: von der automatisierten Content- und Social-Media-Produktion über Recherche- und Reporting-Workflows bis zu Systemen, die wiederkehrende Aufgaben eigenständig erledigen. Genau dieses Praxiswissen gebe ich weiter. Was ich mitbringe: - KI-Strategie & -Beratung – geprüfter KI-Manager und KI-Consultant: Wo lohnt sich KI in Ihrem Unternehmen wirklich – und wo nicht? - KI-Schulung & -Coaching – zertifizierter KI-Trainer: Ich mache Teams sicher im Umgang mit ChatGPT, Claude & Co. – verständlich, praxisnah, ohne Fachchinesisch. - KI-Recht & Compliance – AI-Officer, KI-Beauftragter und externer Datenschutzbeauftragter (DSGVO): Ich sorge dafür, dass Ihr KI-Einsatz dem EU AI Act und dem Datenschutz standhält. - Automatisierung & Umsetzung – mit Make, n8n und modernen KI-- Agenten (Claude Code, MCP) baue ich Workflows, die Ihnen echte Zeit zurückgeben. Agentur-DNA – über zehn Jahre WordPress & SEO als Fundament: Ich denke KI nicht abstrakt, sondern vom konkreten Geschäftsergebnis her. Mein Anspruch: KI bodenständig und ehrlich in den Mittelstand bringen. Keine Buzzwords, keine Angst – sondern Werkzeuge, die im Alltag funktionieren. Ansässig in Stuhr bei Bremen– tätig vor Ort und remote.