Wir bei Media Nord beobachten das seit Monaten in unseren eigenen Projekten — und jetzt gibt es Zahlen dazu: OpenAI hat mehr als 800.000 anonymisierte, arbeitsbezogene ChatGPT-Nachrichten ausgewertet. Das Ergebnis fanden wir ehrlich gesagt so spannend, dass wir es hier für kleine und mittlere Betriebe einordnen wollen.
Was hat OpenAI herausgefunden?
Kurz gesagt: KI weicht die klassischen Grenzen zwischen Berufen auf. Wenn man nur die Anfragen betrachtet, die sich klar einem Beruf zuordnen lassen, gehören rund 43 Prozent eigentlich in ein anderes Fachgebiet. Man spricht hier von „Task Crossover“ — also davon, dass jemand mit Hilfe der KI Aufgaben übernimmt, die früher an einen Spezialisten weitergereicht worden wären.
Welche Bereiche sind besonders betroffen?
Am stärksten zeigt sich der Effekt im Kundenservice (rund 77 Prozent fachfremde Anfragen) und im Design (rund 75 Prozent). Ein Beispiel aus dem Alltag: Der Mitarbeiter im Kundenservice lässt sich schnell eine kleine Finanzberechnung erstellen, statt sie an die Buchhaltung zu geben. Oder ein Designer schreibt seinen Marketing-Text gleich selbst, statt aufs Marketing zu warten.
Warum ist gerade das für KMU so interessant?
Genau hier wird es aus unserer Sicht richtig relevant: Der Effekt ist in kleinen Teams am größten. In sehr kleinen Arbeitsbereichen mit zwei bis fünf Nutzern lag der Anteil fachfremder Aufgaben höher als in großen Konzernen. Das heißt im Klartext: In einem kleinen Betrieb kann eine einzelne Person mit KI plötzlich Dinge erledigen, für die man früher eine Agentur oder einen externen Dienstleister gebraucht hätte — einen Marketingtext, eine kleine Kalkulation, eine technische Frage.
Was wir davon halten
Für uns ist das eine der besten Nachrichten für den Mittelstand seit Langem. Wer als kleiner Betrieb bisher an jeder Spezialaufgabe gescheitert ist, weil das Budget für Fachleute fehlte, bekommt mit KI ein Werkzeug, das vieles selbst machbar macht. Weniger „Das ist nicht mein Job“, schnellere Erledigung, geringere Kosten.
Zwei ehrliche Einordnungen
Wir wollen aber nicht übertreiben. Erstens: Es sind OpenAIs eigene Nutzungsdaten und ausschließlich US-Nutzer — keine neutrale Wissenschaft und nicht eins zu eins auf Deutschland übertragbar. Zweitens: Wenn Laien fachfremde Aufgaben angehen, muss die Qualität stimmen. Unser Tipp aus der Praxis: KI ruhig breit einsetzen, aber Ergebnisse bei heiklen Themen — Recht, Finanzen, verbindliche Kundenzusagen — immer von einem Menschen gegenprüfen lassen. Dann wird Ihr Team mit KI spürbar vielseitiger.
Quellen
- https://t3n.de/news/chatgpt-im-job-user-nutzen-den-chatbot-haeufig-fuer-andere-arbeitsbereiche-als-den-eigenen-1755262/
- https://openai.com/index/how-ai-is-expanding-what-people-do-at-work/
- https://www.cnbc.com/2025/09/17/openai-releases-first-of-kind-study-revealing-how-people-use-chatgpt.html
Hinweis zur Transparenz: Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Inhalte können Fehler enthalten — für wichtige Entscheidungen bitte die verlinkten Originalquellen heranziehen.


