Mir ist diese Woche etwas aufgefallen, das mich kurz stutzen ließ: Ich habe ChatGPT gefragt, was es eigentlich über mich weiß — und die Antwort war erstaunlich detailliert. Alter, ungefährer Wohnort, mein Beruf, sogar Dinge, die ich nie direkt gesagt hatte. Wir bei Media Nord finden: Das sollte man wissen, bevor man den nächsten Firmen-Chat in die KI tippt.
Worum geht es überhaupt?
Die großen KI-Assistenten — ChatGPT von OpenAI, Claude von Anthropic und Gemini von Google — haben eine sogenannte Memory-Funktion. Das ist ein Gedächtnis, das sich über einzelne Gespräche hinweg Details merkt. Der Sinn dahinter: Die KI soll dich beim nächsten Mal besser kennen und passendere Antworten geben. Der Haken: Sie speichert auch Dinge, die du gar nicht ausdrücklich genannt hast, sondern die sie aus deinen Fragen ableitet.
Wie finde ich heraus, was gespeichert ist?
Der einfachste Weg ist ein direkter Prompt, also eine Anweisung an die KI. Frag zum Beispiel: „Liste mir alle Details auf, die du über mich weißt. Nenne auch Informationen, die ich nicht ausdrücklich gesagt habe.“ Was dann kommt, überrascht viele: geschätztes Alter, Region, Berufsfeld, manchmal sogar das genutzte Gerät oder der Browser.
Und wie lösche ich das wieder?
In allen drei Diensten findest du die gespeicherten Infos in den Einstellungen — bei ChatGPT unter „Personalisierung“ und „Erinnerungen“, bei Gemini unter „Persönlicher Kontext“, bei Claude im Bereich rund um Funktionen und Memory. Dort kannst du einzelne Einträge löschen, alles auf einmal entfernen oder die Funktion ganz abschalten. Ein wichtiger Punkt, den viele übersehen: Einen Chatverlauf zu löschen, entfernt die gemerkten Details NICHT. Das Gedächtnis ist ein getrennter Speicher — den musst du extra leeren.
Warum ist das für kleine Unternehmen wichtig?
Ehrlich gesagt sehen wir hier das größte Risiko im Alltag. Wer im Arbeitsalltag schnell mal einen Kundennamen, Umsatzzahlen oder interne Abläufe in den Chatbot tippt, riskiert, dass diese Informationen dauerhaft im KI-Profil landen — und in späteren Gesprächen wieder auftauchen. Handelt es sich dabei um personenbezogene Daten von Kunden oder Mitarbeitern, kann das schnell zu einem Datenschutzthema werden, ohne dass es dem Mitarbeiter überhaupt bewusst ist.
Unser Tipp aus der Praxis
Prüf einmal im Monat, was deine KI-Tools über dich gespeichert haben, und räum auf, was da nicht hingehört. Für sensible Firmenaufgaben lohnt es sich, das Gedächtnis abzuschalten oder einen privaten beziehungsweise temporären Chat zu nutzen — dann wird gar nichts erst gespeichert. Und leg im Team eine einfache Regel fest: Keine echten Kundendaten in öffentliche KI-Chats. Das kostet nichts und erspart viel Ärger.
Wir bei Media Nord halten KI für ein großartiges Werkzeug — man sollte nur wissen, wo es mitschreibt.
Quellen
- https://t3n.de/news/was-ki-ueber-dich-weiss-1755252/
- https://help.openai.com/en/articles/8590148-memory-faq
- https://support.google.com/gemini/answer/13278892
Hinweis zur Transparenz: Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Inhalte können Fehler enthalten — für wichtige Entscheidungen bitte die verlinkten Originalquellen heranziehen.


